Die Reformierten im Allgaeu
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Reformation

Liebe Gemeindeglieder, liebe Freunde und Gäste auf unserer Homepage,

die Ausbreitung des Corona-Virus und die diesbezüglichen Empfehlungen und Vorgaben der staatlichen und kirchlichen Stellen haben eine große Dynamik bekommen. Täglich und mitunter stündlich gibt es da neue Informationen und Anweisungen.

Gerade wenn es einem (noch?) gut geht, fällt es mitunter schwer zu bewerten, welche Maßnahmen angemessen sind. Wir können nur und sollten meines Erachtens auch auf die Erkenntnisse der seriösen Wissenschaft (z.B. des Robert-Koch-Instituts) und der darauf fußenden Entscheidungen unserer staatlichen Instanzen vertrauen.

Ich hoffe, dass die Dynamik der jetzigen Entscheidungen uns hilft, die Dynamik der Ausbreitung des Virus zunächst zu verlangsamen und dann auch zu stoppen.

Wir wissen, dass das Virus sich über den Körperkontakt ausbreitet. Deswegen scheint mir die Weisheit des Königs Salomo gerade jetzt beherzigenswert zu sein, die sagt:

„Umarmen hat seine Zeit und Umarmung zu lösen hat seine Zeit.“ (Pred. 3,5b)

Lassen Sie uns weise und verantwortungsvoll genug sein, uns jetzt innerlich und mit dem Herzen die Hände zu reichen und uns evtl. auch zu umarmen – und äußerlich auf Abstand zu achten.

Und wenn diese Pandemie überstanden ist, werden wir uns auch äußerlich wieder die Hände reichen. Dann hat das wieder seine Zeit.

Wir haben dringende Empfehlungen und Vorgaben der staatlichen Stellen und unserer Landeskirche erhalten, so gut wir können die Ansteckungsgefahren für ältere, sehr junge und auch durch Krankheit oder anderes besonders gefährdete Menschen zu vermeiden. Und das geht über die Vermeidung von direktem Kontakt.

Deswegen werden die regulären Gottesdienste und andere Veranstaltungen einschließlich des Betriebs unseres Kindergartens zunächst bis zum 19. April eingestellt. Bestattungen können zunächst nur auf dem Friedhof und im engeren Kreis (max. 10 Pers.) stattfinden. Über die weitere Entwicklung werden wir durch Aushang, auf der Homepage, ggf. über die gedruckten Medien (MZ, Marktgemeindeblatt…) und auf telefonische Nachfrage informieren.

Ich werde selbstverständlich weiterhin erreichbar sein, gerade wenn jemand ein offenes Ohr am Telefon sucht. Was direkte Begegnungen und Besuche angeht, möchte ich das gern im Gespräch und von Fall zu Fall entscheiden.

Wer einen Gottesdienst erleben möchte, dem oder der empfehle ich die Gottesdienste in Rundfunk und Fernsehen und auch auf unserer Homepage. Auch auf der Homepage von „Reformiert Süd“, unserem Synodalverband, werden wahrscheinlich bald Gottesdienste bzw. Andachten zum Hören und evtl. zum Anschauen zu finden sein.

Wir sollten jetzt nicht in irgendeine Panik verfallen oder uns da hineintreiben lassen. Nicht der Geist der Furcht ist jetzt gefragt, sondern der Geist Gottes, der uns Kraft, Liebe und Besonnenheit schenkt. (2. Tim.1,7)

In ihm lasst uns achtsam miteinander umgehen, füreinander beten und für uns selbst und füreinander Verantwortung übernehmen!

Persönlich und auch im Namen des Presbyteriums unserer Gemeinde wünsche ich Ihnen, dass Sie von dem Virus verschont bleiben oder, sollten Sie erkranken, alles einen milden Verlauf nimmt.

Bleiben Sie in allem behütet in der kommenden Zeit und

herzlich Gott befohlen!

Ihr Pfarrer Hermann Brill

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